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Bei Jugendlichen dieser Altersgruppe ist die Fähigkeit zu
distanzierter Wahrnehmung und rationaler Verarbeitung bereits
ausgebildet. Erste Genre-Kenntnisse sind vorhanden. Eine höhere
Erregungsintensität, wie sie in Thrillern oder
Science-Fiction-Filmen üblich ist, wird verkraftet. Problematisch
ist dagegen zum Beispiel die Bilderflut harter, gewaltbezogener
Action-Filme, die zumeist noch nicht selbständig verarbeitet
werden kann. 12- bis 15-jährige befinden sich in der Pubertät,
einer schwierigen Phase der Selbstfindung, die mit großer
Unsicherheit und Verletzbarkeit verbunden ist. Insbesondere Filme,
die zur Identifikation mit einem „Helden“ einladen, dessen
Rollenmuster durch antisoziales, destruktives oder gewalttätiges
Verhalten geprägt ist, bieten ein Gefährdungspotenzial. Die
Auseinandersetzung mit Filmen, die gesellschaftliche Themen seriös
problematisieren, ist dieser Altersgruppe durchaus zumutbar und
für ihre Meinungs- und Bewusstseinsbildung bedeutsam.
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